Las Palmas -
eine außergewöhnliche Stadt
mit vielen Sehenswürdigkeiten

Las Palmas, Hauptstadt Gran Canarias und die größte als auch weltoffenste Stadt der Kanarischen Inseln. Sie erstreckt sich über 13 Kilometer von der Halbinsel La Isleta im Norden bis zur Altstadt La Vegueta im Süden.
Las Palmas Seehafen Puerto de la Luz ist einer der größten Europas und ist weltoffen, international sowie souverän.

Las Palmas hat 300.000 Einwohner und ist damit die siebtgrößte spanische Stadt.
Hinzugekommen sind 11.394 neue Bewohner. 8.100 Bewohner wanderten dafür auf andere Inselteile der Kanaren oder auf das spanische Festland ab. Das ergaben Untersuchungen, die am 1. Januar 2001 durchgeführt wurden.

Durch ihre eigenständige Architektur mit den bunt bemalten Häusern verfügt sie über Einflüsse aller Kontinente. Die ganze Atmosphäre zeugt von dem südländischen Temperament der Einwohner. Es geht fröhlich und lebendig zu und nicht immer wird das Leben von seiner ernsten Seite betrachtet.
Es gibt viel zu sehen in Las Palmas. Das kulturelle Angebot sowie viele Feierlichkeiten und die ausgezeichnete Gastronomie machen einen Besuch unumgehbar. Die Gastronomie ist nach traditioneller Art, regional wie auch international ausgezeichnet.

Hier einige Sehenswürdigkeiten, die Sie sich anschauen sollten, wenn Sie Las Palmas besuchen.

Nach der Entdeckung Amerikas wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen, die von gotischem wie auch neoklassischem Stil zeugt. Sie finden die Kathedrale auf dem Platz Santa Ana. Dort gibt es auch das erzbischöfliche Palais sowie Bauwerke in typisch kanarischem Stil zu sehen.

Die zahlreichen herrschaftlichen Häuser, die im lateinamerikanischem Kolonialstil erbaut wurden, machen den Stadtteil Barrio de la Vegueta sehenswert. Eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst bietet das Centro Atlántico de Arte Moderno.

In dem "Haus des Columbus", dem Casa de Colón, findet man Ausstellungsstücke, die daran erinnern, dass seine Schiffe auf ihrer Reise nach Amerika hier anlegten.

Die wohl kompletteste Ausstellung der Guanchen, also der Ureinwohner der Inselgruppe, finden Sie im Museo Canario, dem "Kanarischen Museum".

Die typische Architektur der Insaeln wurde von dem kanarischen Künstler Néstor de la Torre geschaffen. In den Gärten des Doramas-parks liegt das Pueblo Canario. Folkloreveranstaltungen finden jeden Donnerstag und Sonntag statt.

Im ehemaligen Wohnhaus des Schriftstellers Pérez Galdós befindet sich das Museum der Schönen Künste sowie das Nestor-Museum, das in der Nähe des Pueblo Espanol liegt und von dem Künstler selbst angelegt wurde. Außerdem können Sie noch weitere Sehenswürdigkeiten von Las Palmas sehen.

Der Jardín Canario, der "kanarische Garten" liegt etwa 8 Kilometer außerhalb der Stadt. Allein 500 Pflanzenarten gibt es allein hier. Der Garten zeigt die unheimliche Vielfalt der Flora auf den Inseln.


Las Palmas das Rio de Janeiro von Europa

Vieles hat die wichtigste Stadt des kanarischen Archipels mit der brasilianischen Metropole gemeinsam: einen wunderbaren Strand mitten in der Stadt, der seinesgleichen sucht; einen berühmten Karneval, in dem die überschäumende Lebensfreude der Einwohner zum Ausdruck kommt und die Besucher ansteckt; Sonne und milde Temperaturen das ganze Jahr hindurch.

Aber einiges hat Las Palmas ihrer "Schwester" in Südamerika voraus, und dies nicht zuletzt dank der enormen Anstrengungen, welche die lokale Regierung und Verwaltung im letzten Jahrzehnt unternommen haben, um aus dieser Stadt eine internationale Metropole zu machen.

Zweifellos ist es in ihrer Größenordnung die sicherste Stadt der Welt, mit optimalen Infrastrukturen, die zahlreiche internationale Unternehmen angelockt haben. Allein das Bankenviertel rund um den Santa Catalina-Park gibt Aufschluss darüber - keine internationale Bank, die hier nicht eine Filiale aufgemacht hat.

Las Plamas bietet unzählige Einkaufsgelegenheiten: vom französischen Juwelier, über die italienische Boutique, bis zum wichtigsten spanischen Wahrenhaus, dem "Corte Inglés" ist hier, nebst mehreren Einkaufszentren, alles zu finden. Die kulturellen Veranstaltungen einer Weltstadt und die fast unbegrenzten Sportmöglichkeiten in modernsten Anlagen, (Club nautico, Schwimmclub "Metropole", "Ciudad deportiva", um nur einige zu nennen) ergänzen das Angeobt von Las Palmas.

Die Nähe zum europäischen Kontinent ist nur einer der Vorzüge der kanarischen Hauptstadt, die sich in den letzten Jahren zu einem der attraktivsten und modernsten Plätze Europas entwickelt hat, und ein Besuch reicht nicht aus, ihren Reichtum kennen zu lernen. Im Laufe der 90er Jahre ist die Stadt zu neuem Leben erwacht und hat ihre alten Rollen abgelegt: sie ist aufgetaucht aus der Vergessenheit, in welche sie, die ehemals einzige Tourismuszone Gran Canarias versunken war, als der Fremdenverkehr in den Süden der Insel abwanderte; sie hat die Last ihres berüchtigten und unsicheren Hafenviertels und der fragwürdigen Spelunken abgeworfen und sich in eine Vorzeigestadt verwandelt. Diese "phönixartige" Erneuerungskraft durchzieht wie ein roter Faden die mehr als 500jährige Geschichte der Stadt. Seit dem 24. Juni 1478, als aus den zwei Siedlungen Vegueta de Santa Ana und Triana, rechts und links des palmenbewachsenen Guiniguada Tals, die Stadt Las Palmas gegründet wurde, ist hier vieles passiert.

Piraten vom Kaliber eines englischen Sir Francis Drake und John Hawkins, oder des Holländers Pieter von der Does haben anfangs des 16. Jh. die Stadt überfallen und verwüstet. Die schreckliche Choleraepidemie von 1851, der innerhalb von zwei Monaten 15 % der Stadtbevölkerung zum Oper fielen, war eine weitere Katastrophe in der Geschichte dieser Stadt.

Aber auch Hoch-Zeiten hat Las Palmas erlebt, etwa anfangs des vorletzten Jahrhunderts, als England, die damals mächtigste Wirtschaftsmacht der Welt, hier Unternehmen gründete, regelmäßige Schifffahrtsverbindungen einrichtete und den Tourismus einführte. Las Palmas erlebte eine Blütezeit ohnegleichen, und der Hafen wurde zum bedeutensten Knotenpunkt zwischen der Alten und der NeuenWelt. Die beiden Weltkriege und der spanische Bürgerkrieg stießen die Stadt jedoch erneut in die Dunkelheit zurück. Erst in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gewann Las Palmas wieder an Bedeutung, und insbesondere der Hafen, als einziger Durchgangspunkt zum Osten, nach der vorübergehenden Schließung des Suez-Kanals.

Wie in jeder Großstadt gibt es auch hier ärmliche Viertel, Drogenszene, Kleinkriminalität und Prostitution, aber weit weniger als in den meisten Metropolen der Welt. Die Sicherheit ist gewährleistet, die Situation unter Kontrolle: es ist hier nicht gefährlicher, als in irgendeiner anderen europäischen Hauptstadt, nachts um vier alleine durch das Hafenviertel zu spazieren!

Wo schlägt das Herz von Las Palmas?Am Canterasstrand? In der Calle Mayor de Triana? Im Puerto de la Luz? Eher wahr ist, dass die Stadt nicht nur ein Herz hat, sondern mehrere Herzen zusammen, die im Gleichtakt miteinander schlagen und diese Stadt zu etwas Besonderem machen. Gestern-Heute-Morgen, oder: Geschichte-Kultur-Zukunft: oder Urpsrung-Identität-Bestimmung.

Wo "im Verborgenen" die Fäden gezogen werden

In Las Palmas gibt es sogenannte Clubs, Gabinetes oder auch Circulos.
Das hat weder etwas Anrüchiges noch Geheimnisvolles an sich. Eher etwas Elitäres, unpolititsch-gesellschaftlich Einflussreiches.
So vereinigen sich etwa im "Club Nautico" Freunde des Segelsports, und der spanische Kronprinz trifft dort seine Sportskameraden.
Im "Gabinete Literario" sitzen die sogenannten Intellektuellen zusammn: Politiker, Schriftsteller, Künstler, Journalisten.
Das Pedent dazu ist der angesehene "Circulo Mercantil": In dem ehrwürdigen Haus an der Plaza de San Bernardo trifft sich zwanglos, was irgendwie mit Handel und Gewerbe in der Hauptstadt zu tun hat. Man schwadroniert über wichtige Dinge des Berufsstandes, bei geselligen Treffen spielt man Bridge oder Billard, Tanz im hauseigenen Ballsaal gibt es am Wochenende und der "Nachwuchs" kann kostenlos die riesige Bibliothek benutzen, die zweitgrößte nach der Universität von Las Palmas.
40 Präsidenten führten den "Circulo Mercantil de Las Palmas" seit dessen Gründung im Jahre 1879 - ein Ehrenamt, das mit einer eigenen Straße auf den Namen des Präsidenten nach dessen Ausscheiden gewürdigt wird.
Auch Eusebio Camino Ramírez (72) wird einmal auf einem Straßenschild verewigt sein.
Der derzeitige Titelträger, gleichzeitig auch Präsident der "Amigos Canarios de la Zarzuela", war der erste Canario, der im Jahre 1950 Bananen und Tomaten der Kanaren nach Deutschland exportierte und am Jungfernstieg in Hamburg seine Wohnung hatte. Mit "Don Eusebio, "Chef" über 1.600 Mitglieder des "Circulo Mercantil", sprach Wolfgang Boehm.

Der derzeitige Präsident des Kaufmannclubs von Las Palmas, Herr Eusebio Camino, gibt uns einen Überblilck über die Vereinigung, der er vorsteht.

Was genau ist der Kaufmannsclub? Welche Bedeutung hat er Kaufmannsclub für das Leben von Las Palmas?
Wir lassen die Geschichte Revue passieren und gehen bis ins Jahr 1879 zurück dem Gründungsjahr. Entstanden ist der Club als Opposition, als eine Gruppe Kaufleute und Industrieunternehmer aus Las Palmas sich gegen einen Steuereintreiber wandten, der zu großen Druck auf Handel und Industrie in Las Palmas ausübte. Von da ab fing der Club an immer mehr an kaufmännischer und industrieller Bedeutung zu gewinnen. Das geht soweit, dass der Club mit den heutigen Industrie- und Handelskammern verglichen werden kann und Ende des 19. Jh., Beginn des 20.Jh. diese Funktion ausübte. Fast gleichzeitig, wurde eine weitere prestigeträchtige Institution ins Leben gerufen, das etwas früher gegründetetr Literarische Kabinett, wo alles was mit Kultur und Politik zu tun hatte organisiert wurden.

Die Intellektuellen?
Die Intellektuellen, einschließlich der Politiker waren in den 20er und30er Jahren überaus aktiv, was mit den Wirren, hervorgerufen durch die Gründung der Provinz Las Palmas als Gegengewicht zu Teneriffa zu tun hatte. Die Nachbarn hatten die gleichen Bestrebungen und das führte im Jahr 1927 zur Gründung der beiden heutigen Provinzen. Der Kaufmannsclub verlegte seinen Sitz endgültig an die Plaza San Bernardo in Las Palmas, wo er sich auch heute noch befindet. Dort war vorher ein Benedikterinnenkonvent beheimatet.
Der Kaufmannsclub hat immer wieder Ereignisse kultureller und sportlicher Natur organisiert, einige auch mit wirtschaftlichem Hintergrund, da gute Verbindungen zu den Handelskreisen der Stadt bestehen.
Eine historische Tatsache, die man hervorheben sollte, ist dass heute eine ziemlich hohe Anzahl von Straßen in Las Palmas nach ehemaligen Präsidenten des Kaufmannsclubs benannt sind. Um nur einige zu nennen: Tomás Miller, Alfredo L. Jones, Diego Vega Sarmiento, etc. Der Kaufmannclub ist auch mit der Nationalen Vereinigung der spanischen Casinos mit Sitz in Madrid verbunden und bekleidet dort ein geschäftsführendes Amt.

Wie viele Präsidenten hatte der Club von 1879 bis heute?
Obwohl ich das jetzt im Moment nicht genau sagen kann, aber es dürften wohl etwa 35 sein.

Wie viele Mitglieder hat der Kaufmannsclub?
Wir sind heute etwas mehr als 1.600, die natürlich innerhalb unseres Zirkels sehr vielseitig aktiv sind. Es sind nicht nur Kaufleute, sondern auch Freiberufler, Angestellte in Rente, d.h. es spiegeln sich alle Facetten der Gesellschaft wieder. Wir verfügen über eine gut ausgestattete Bibliothek, die von den Kindern der Mitglieder zu Studienzwecken stark frequentiert wird. Vor einigen Tagen wude der nationale Billardwettbewerb ausgetragen, der sehr gut besucht war. Sogar ein Weltmeister war unter den Teilnehmern. Weiter findet man eine sehr gute Bridgeabteilung, Dominoclub, Gemäldeaustellungen, Konzerte, Konferenzen, etc.

Ist der Kaufmannsclub unpolitisch?
Der Kaufmannsclub hat seinen Namen als Institution und kennt praktisch alle namenhaften Politker aus der Vergangenheit und der Gegenwart, genauso wie die Autonome Kanarische Regierung, die Inselverwaltung von Gran Canaria, oder die Gemeinden unsere Vereinigung kennen. So fand vor einigen Tagen ein von der Volkspartei Partido Popular organisierter Kongress statt, an dem auch der Vizepräsident der spanischen Regierung, Mariano Rajoy, teilnahm. Er ist gleichzeitg auch spanischer Innenminister. Der Kaufmannsclub ist etwa auch Gründungsmitglied des Asoclub, ein Zusammenschluss der als Dachorganisation die wichtigsten Clubs Gran Canarias unter sich vereint, wie z.B. das Literarische Kabinett, der Segelclub, der Schwimmverein Metropole, der Königliche Tennisclub, der Königliche Golfclub, der Königliche Victoriaclub, die Kanarischen Opernfreunde, die Kanarischen Zarzuelafreunde und die Köngliche Wirtschaftsvereinigung der Freunde des Landes. Zusammen zählt diese Vereinigung etwa 80.000 Mitglieder, die zwar nicht unbedingt in politische Prozesse eingreifen wollen, jedoch kann von ihnen irgendwann ein gewisser Einfluss zu bestimmten Situationen auf die Regierung ausgehen.

Auf Columbus Spuren durch Las Palmas

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